„Lebendiger Naturschutz“, dazu gehört nicht nur Forschung und Wissen - die Natur in der dritten „Person“ zu betrachten - es ist entscheidend, Wege zu finden, wie wir uns wieder mit ihr verbunden fühlen, mit ihr leben ... achtsam mit ihr umgehen!

 

Der Verein Bio-Top e.V., der seit 1991 bei Frankfurt am Main ursprünglich als staatlich anerkannte Pflegestation seinen Hauptsitz gründete, hat seit 2004 mit großem Arbeitseinsatz eine Wildtierauffang- und Pflegestation im Grenzgebiet Konstanz-Tägerwilen aufgebaut. Durch die Auswanderung des Verpächters haben wir uns um einen neuen Standort im Bodenseegebiet bemüht und fanden 2013 eine ideale Lösung in Volkertshausen - ein arbeitsintensives Jahr mit viel Aufbauarbeit und vielen Patienten liegt hinter uns! Diese Einrichtung ist in ihrer Kompetenz, Professionalität und was noch viel wichtiger ist - in ihrem unermüdlichem Einsatz und der intensiven Betreuung für Wildvögel und Kleinsäuger in Not beispielhaft und einmalig in der Bodenseeregion. Unter der Mitarbeit und Anleitung der in der Wildtierpraxis- und Artenschutzfragen versierten Yvonne Bütehorn von Eschstruth werden Tierpatienten vom Verein mit sehr viel Erfahrung und Fachwissen aufgepäppelt / gesundgepflegt mit dem Ziel sie artgerecht wieder auszuwildern. An ihrer Seite assistiert Ines Wickhüller seit 4 Jahren mit großem Einsatz und Empathie - auch die medizinsche und pflegerische Grundausbildung, die sie absolviert hat, kommt hier den Tierpatienten zugute. Wasservögel, Störche, Greife und Eulen bis hin zu Singvögeln, aber auch Fledermäuse, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Igel und Dachse, dass sind nur einige unserer artenreichen Tierpatienten, um die sich gekümmert wird. Ob selten oder nicht – allen wird die gleiche Sorgfalt und Fürsorge vom Verein zuteil. Die Vorsitzende Yvonne Bütehorn von Eschstruth engagiert sich privat seit über 45 Jahren für Wildtiere in Not und begleitet zusätzlich für den Verein und in Kooperation mit anderen Verbänden Projekte zum Thema Umwelt und Natur, Artenschutz, Jugendpädagogik, Tierethik etc.

 

Der Bodensee hat europaweit eine herausragende Stellung als Drehscheibe des Vogelzuges. Eine Reihe bedrohter Arten rasten und überwintern hier – im internationalen Vergleich – in beachtlichen Konzentrationen. Wildtiere und Wildvögel sind im Spannungsfeld zwischen Zivilisation und Umwelt, Mensch und der Natur hilflos ausgeliefert. Anlässlich der ersten Auswirkungen der weltweiten Klimaveränderungen wird den Menschen langsam bewusst, wie sensibel gerade auch die Region Bodensee mit seiner Flora und Fauna auf die Folgen der globalen Erwärmung reagiert und noch reagieren könnte.

 

" Die ganze Schöpfung wartet darauf, dass wir Menschen werden, vor denen  kein anderes Geschöpf sich fürchten muss, damit wir selbst dann auch ohne Furcht und Schrecken untereinander in der Kette der Dinge leben können"

Neue Außenanlage Volkertshausen. Die Volieren im Innenbereich sind bereits fertiggestellt, Außenvolieren werden demnächst hinter dem Schopf zum Wald hin gebaut. Bilder folgen in Kürze
Neue Außenanlage Volkertshausen. Die Volieren im Innenbereich sind bereits fertiggestellt, Außenvolieren werden demnächst hinter dem Schopf zum Wald hin gebaut. Bilder folgen in Kürze

Durch die tägliche Konfrontation mit den Nöten der Wildtiere kann der Verein Bio-Top e.V. Missstände oder negative Trends frühzeitig erkennen, beraten, Prävention betreiben, im Dialog mit Öffentlichkeit, Behörden und Verbänden informieren und notwendige Maßnahmen und Projekte unterstützen.

 

Darüber hinaus aber leisten wir etwas – gerade in unserer Zeit – vielleicht noch wesentlicheres und Wichtigeres. Wir sensibilisieren das Bewusstsein der Menschen für die Existenzgrundlagen, die Nöte, die Bedürfnisse der Wildtiere und heimischen Vogelwelt, damit ihr Recht und ihre Grundlage für Existenz nicht in Frage gestellt bleiben soll!

 

Einige Zahlen und Daten mögen dies verdeutlichen:Allein bis 1.500 jährliche Einsätze und Beratungen in der Bodenseeregion. Projekte wie Jugend- und Naturerleben, Nistplatzkartierungen, Ausarbeitung Nistplatzschutzsatzung, Errichtung einer Wildtier-Info Hotline, Erstellung von Schutzprogrammen etc. Der Verein leistet jährlich ca. 17. 500 Arbeitsstunden rund um die Uhr - diese Arbeit wird von Helfern bewältigt, die mit viel Herz und Engagement meistens ehrenamtlich oder als Langzeitarbeitslose tätig sind.

 

Seit 2005 sind ca. 3.025 Wildtiere in der Station betreut worden (Überlebensquote von 75% – 85 %). Die Kosten hierfür belaufen sich jährlich auf ca. 30.000 Euro (ohne Einbeziehung d. Betriebskosten und der dringend anstehenden Beschaffung von Personal) und werden fast ausschließlich aus Spenden u. Beiträgen finanziert. Das bedeutet eine ständige Herausforderung und tägliches kämpfen um das Überleben für den Verein. Die Tierpatienten und Notfallmaßnahmen werden uns vom RP Freiburg, Der Vogelwarte Radolfzell, der UNB Konstanz, der Polizei, NABU, Bund, Tierrettung Baden Württemberg; Forstämtern, Tierschutzorganisationen, Tierärzten und Privatpersonen übermittelt (Deutschland; Österreich und Schweiz).

 

Unser Verein ist inzwischen in Fachkreisen bundesweit bekannt, damit wachsen Aufgaben und Ziele. Es zählt jede Hilfe! Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und Mithilfe!

 

Sowohl das Bundesamt für Natur- und Artenschutz in Bonn als auch die Abteilung Artenschutz des RP Freiburg, sowie die Vogelwarte Radolfzell konnten sich von unserem Einsatz persönlich ein Bild machen und haben unsere Arbeit für fachlich fundiert erklärt und als „wertvolles Engagement“ eingestuft. 

Über unsere pflegerische Arbeit hinaus bieten wir bundesweit Beratung an. Mit unserer Wildtier-Hotline 0177-3934075 geben wir, rund um die Uhr, Auskunft auf Fragen zu Wildvögeln und Wildtieren in Not, ihrer Biologie und ihrem Lebensraum.

 

 

Die Liebe ist das Einzige, was nicht weniger wird, wenn wir es verschenken. (Albert Schweizer)

Umgebung der Station - inmitten der Natur!
Umgebung der Station - inmitten der Natur!
Waldkauz Tapi, der sich nach einem Autobahnunfall, als erster Patient im Eulenbereich bei uns erholt.
Waldkauz Tapi, der sich nach einem Autobahnunfall, als erster Patient im Eulenbereich bei uns erholt.

Vorstand

 

1. Vorsitzende
Yvonne Bütehorn von Eschstruth

 

2. Vorsitzende

Evi Dörr

 

Schriftführerin

Evelyn Reuter

 

Kassenwartin
Siglinde Friedrich

 

Revisorin

Heidi Gollin 

 

Beisitzerinnen

Regina Stocker ( für Dr. Elisabeth Isele) 

Tanja Marder

Ines Wickhüller

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Beate Nash

 

Vereinsregisternummer: VR 852 Amtsgericht Konstanz

 

Freistellungsbescheid AZ: 09041-05920 (Finanzamt Konstanz)