Wir können nicht die Welt retten, aber die kleine Welt eines Vogels

Waldkauz Gorki
Waldkauz Gorki

 

Liebe Retter und Finder eines wildlebenden Tieres in Not.

 

In unserer Auffangstation  haben wir in der Regel nonstop Patienten zu versorgen und aufzunehmen. Ein 22 Stunden Tag ist die Regel. Wir können daher nicht immer gleich das Telefon bedienen. Also Plan B: den Patienten erst einmal in einer weichgepolsterten Schachtel mit entsprechenden Luftlöchern unterbringen, dies damit das Tier nich weiter unnötigen äußeren Einflüssen ausgesetzt ist und zur Ruhe kommen kann. Auch beim Transprot ist eine dunkle weichausgepolsterte Schachtel/Karton am besten geeignet.

 

Bitte lesen sie dann unsere Notfalltipps unter der der Rubrik "Notfallversorgung". Für Jungtiere gilt immer, wenn ausgekühlt, eine Wärmequelle ca. 38 Grad. Bitte versuchen Sie es dann weiterhin, uns telefonisch zu erreichen. Auf keinen Fall Anfragen per Mail oder Facebook zu Tierpatienten, denn hier ist der direkte und persönliche Weg zu uns angesagt. Bitte keine Selbstversuche - ohne fachlichen Rat aus einer Pflegestation. Oftmals sind Selbstversuche das Gegenteil von Hilfe und wir bekommen dann nur noch die Hospizfälle eingeliefert. Wildtiere in Not sind immer sehr speziell in der Unterbringung und Versorgung und sind nichts für Laien - auch wenn so manches Tier noch so niedlich sein mag.

 

 

 

Aktuell sind wir leider am Limit!

 

über 1.150 Tiere in Not werden uns jährlich eingeliefert. In dieser Sasion sind es schon über 650 Tiernotfälle. Rund um die Uhr ist unser ehrenamtlicher Einsatz - aber wir erhalten so gut wie keine Förderung und Zuschüße. Die derzeit geringfügigen öffentlichen Zuschüße sind vorwiegend auf streng artengeschützte Tiere beschränkt.

 

Über 95 % der anfallenden Kosten werden im kleinen Maße vom Verein getragen und in der hauptsache privat organisiert und vorgelegt! Zusätzlich müssen täglich bei den hohen Einlieferungsquoten über 80-100 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet werden. Das können wir künftig weder ehrenamtlich noch privat im Dauerlauf stemmen! Das Büro ist wegen Erkrankung einer Mitarbeiterin seit März nicht mehr regelmäßig im Betrieb und wir suchen dringend ehrenamtliche Helfer für Büro- und Telefondienste. Wir bitten um Verständnis, dass wir hier einen Notanker werfen müssen und hoffen immer noch auf genügend Fördermittel, Helfer und Zuwendungen, damit wir die Station nicht endgültig schließen müssen. Das ist kein Warnschuß - sondern den Behörden und der Öffentlichkeit seit Jahren bekannt.

 

Derzeit können nur Notfälle in Form von 1. Hilfe bearbeitet werden. Sofern die Kosten gedeckt sind, können auch Tierpatienten, wie bisher aufgenommen und versorgt werden. Wir würden uns wünschen, dass diese Einrichtung endlich öffentlich ausreichend im Unterhalt gefördert wird und entsprechend mit dem notwendigen Personal ausgesattet wird.

Vorerst müssen wir ab dem 01.06.2017 die Notbremse ziehen und können leider nur Tiere aufnehmen, wenn die Kosten hierfür gedeckt sind. Unser Jahresbudget ist bereits seit Mai 2017 aufgebraucht und die Kosten und der Unterhalt der Station ist ab sofort nur noch für die derzeitigen Arbeiten und derzeit akutullen Tierpatienten bis Ende 2017gewährleistet. Für uns, die wir hier mit Herzblut dabei sind eine untragbare Situation - auch untragbar, dass wir in die Lage kommen, eine Notaufnahme von Spenden abhängig zu machen. Im Lande ist soviel Geld für soviele Dinge da - nur für die Wildtiere gibt es keine geregelten Zuständigkeiten. Dabei sind wir Diejenigen, die die Natur und deren Bewohner in Bedrängnis bringen.

 

Tierpatienten, deren Unterhalt garantiert ist, können wir weiterhin aufnehmen - jedoch bitten wir um Verständnis, dass wir den Verein nicht noch weiter ins Minus fahren können. Für uns und die Tiere in Not sicher keine Entscheidung, mit der wir gerne leben!


 

Bei Tier- Notfällen finden Sie unter www. wildtierhilfe.org „Notversorgung“ sowie www.wildvogelhilfe.org wichtige Infos.

 

Auch über Facebook „Wildvogelhilfe-Notfälle“

 

 

 

Ihr Team des Bio-Top e.V.

 

 

 

Lieber Finder, lieber Retter, lieber Tier- und Naturschützer,

 

seit über 47 Jahren pflege ich Wildtiere und Wildvögel in Not. Der Aufbau der neuen Wildvogel- und Kleinsäugerstation Hegau Bodensee beschert uns zusätzlich augenblicklich viele Kosten und  Aufwand. Die Patientenzahlen sind steigend, denn inzwischen bedienen wir einen Radius von über 300 Km. Über 1.150 heimische Tierpatienten wurden im vergangenen Jahr bei uns eingeliefert und von uns betreut. Die Zahl der Rat- und Hilfesuchenden steigt seit Umzug um das Dreifache und Einrichtungen wie unsere sind leider rar gesät. „Wildtiere und Wildvögel“ haben immer noch keine Lobby – vor allem, wenn sie in Not geraten. Und in Not geraten sie vorwiegend durch uns! Sie scheitern an den Folgen unseres „Wachstums“ und „Fortschritts“. Immer mehr geraten sie in Bedrängnis durch uns Menschen und durch unsere Zivilisation. So tragen die Zersiedelung, Überbauung, der steigende Verkehr, die intensive Land- und Forstwirtschaft, Sanierung und Modernisierung von Bauten, Umweltgifte, zu hohe Katzenpopulationen u.v.m. vermehrt dazu bei, dass die Wildtiere in ihrem Lebensraum und in ihren Brutstätten ernsthaft bedroht und gefährdet sind.

Unsere heimischen Wildtiere werden immer mehr zu "Flüchtlingen" - aber wo und wann setzt sich unser Verantwortungsgefühl endlich dafür ein? Hier werden immer noch keine ausreichenden Maßnahmen betrieben, den Schaden so gering wie möglich zu halten oder abzuwenden. Täglich werden wir mit vielen Tierschicksalen dieser Art konfrontiert und freuen uns, wenn unsere Mühen und unser Einsatz sich am Ende doch gelohnt haben. Manchmal aber auch leisten wir für diese in Not geratenen Tiere einfach nur „Hospizarbeit“ – auch das macht Sinn. Aber wir müsen nicht nur für das Überleben der Tiere kämpfen, sondern auch um die fehlende Unterstützung.

 

„Ethik“ ist ins grenzenlose erweiterte Verantwortung gegenüber allem, was lebt

 Albert Einstein

 

Bitte helfen Sie uns helfen, indem Sie sich beispielsweise bei der Abgabe Ihres Findelkindes zumindest  in Form einer kleinen Patenschaft beteiligen. Viele wissen nicht, dass die Zuwendungen der öffentlichen Hand weniger als 4% unserer tatsächlichen Unkosten abdecken, den Rest müssen wir selbst finanzieren (Beispeil: 3.000,- Euro vom Land - dagegen rund 100.000,- Euro Kosten für den Unterhalt der Pflegestation (ohne Ausbau). Für Wildtiere in Not gibt es keine offizielle Zuständigkeit - außer für "jagdbare Tiere". Immer noch heißt es einfach, wenn ein Wildtier in Not verletzt oder am verhungern ist:  "das ist eben Natur!" Wir finden dieses Argument keinesfalls mehr zeitgemäß! Jährlich sterben  über 500.000 Igel auf Deutschlands Straßen. Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse verlieren ihre Brutstätten und Quartiere durch Sanierungen und Abrißarbeiten. Eichhörnchenkobel mit Jungen werden durch Baumfällungen getötet und schwer verletzt. Die Zahl der Anflugopfer in der Vogelwelt gegen Scheiben, Autos und Strommasten steigt. Rehkizze, junge Feldhasen und Kaninchen, der Feldhamster und die Lerche und Kibize werden von den Walzen und Balkenmähern überfahren. Diese Litanei ließe sich noch um viele Punkte erweitern - aber wo ist das Natur?

Und immer noch wird diese Problematik in unserer Gesellschaft stiefkindlich behandelt. So sind Einrichtungen, die sich trozdem um wildlebende Tiere kümmern, sehr rahr gesät. Finder von Wildtierpatienten sind oft mit einer großen Herausforderung konfrontiert, Hilfe zu bekommen, und Diejenigen, die eine solche Station betreiben und aufrecht erhalten wollen, ebenso!

 

Seit 15 Jahren stellen wir dem Landkreis "gratis" eine Wildtierstation zur Verfügung - die Mittel hierzu wurden von der Vorsitzenden

Y. Bütehorn von Eschstruth finanziert und organisiert sowie der immerwährende Rund um die Uhr Betrieb.

 

Situativ - aufgrund der Ausbauarbeiten und finanziellen Not können wir derzeit Tierarten wie Rehwild, Füchse, Marder und Igel zwar "Notversorgen" und würden dann im Einzelfall in Zusammenarbeit mit den Findern oder Tierrettern versuchen, für den Tierpatienten eine andere qualifizierte Pfelgestelle/Einrichtung zu finden - solange übernehmen wir, sofern wir nicht "überfüllt" sind, die Erstversorgung.  Wir leisten für alle Findelkinder in jedem Fall eine  Notversorgung - also erste Hilfe und Beratung unentgeltlich - jedoch für die Aufnahme und längere Pflege müssen wir das leider situativ von unserem finanziellen Stand und den Unterbringungsmöglichkeiten abhängig machen. Das ist für für uns sicher nicht gerade befriedigend und einfach - aber wir haben bisher immer eine Lösung gefunden. Nochmals: Bitte helfen sie uns helfen - wir freuen wir uns über Ihre Spende und aktives Engagement!

 

Unser zeitlicher Einsatz betrug in 2015 genau 24.029 geleistete (vorwiegend ehrenamtlich) Arbeitsstunden und in 2016 waren es  21.924 Arbeitsstunden -

nach dem Motto:

 

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden“ (John Ruskin)

 

Aber das Geld für die Tierpatienten  und den Unterhalt der Station, sowie der weitere Ausbau der Station sollten dringend gewährleistet sein - damit wir uns weiterhin für wildlebende heimische Tiere in Not einsetzen können.

 

 

Kleiner Tipp: Schauen Sie doch mal in unser Fototagebuch unter der Rubrik "Unsere Tiere" ! Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Freude!

 

Danke!

Liebe Besucher der Vogelpflegestation und Wildtierhilfe Hegau – Bodensee

 

 

 

Nach 15 Jahren machen wir bis 31.03. 2017 erstmals eine „Pause“. Es stehen erste Vorbereitungen für die Auswilderungen, diverse Bauarbeiten, Vorbereitungen auf die kommende Saison und sonstige Projekte, die wir in dieser Zeit vordringlich bearbeiten, an. Außerdem haben wir personell aus finanziellen Gründen eine Unterbe-setzung.

Ausschließlich ehrenamtlich ist unser enorm angestiegens Arbeitspensum leider nicht mehr leistbar. Die Einlieferungsquote von heimischen Wildtieren in Not ist um das dreifache gestiegen.

 

Unser Büro und die Notaufnahme steht Ihnen ab dem 01.04. 2017 wieder zur Verfügung.

 

Bei Notfällen finden Sie unter

der Rubrik "Notversorgung" wichtige Informationen. Je nach Personal ist für Beratungen und eine Aufnahme der Tierpatienten das Notfalltelefon sporadisch in der Zeit besetzt  - versuchen Sie es!

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Team des Bio-Top e.V.

 

Auf ein Wort:

seit über 47 Jahren bin ich tätig und im Einsatz für heimische Wildtiere und deren Lebensraum. Über 25 Jahre im Amt als Vorsitzende des Vereins Bio-Top e.V. und Leiterin seiner angegliederten Vogelpflegestation und Wildtierhilfe.

Vor 4 Jahren siedelten wir den Verein in meinem Privathaus hier im Hegau an -  wir taten dies, weil uns die angrenzende belebte Natur in dieser ruhigen und friedlichen Umgebung begeisterte. An diesem Ort fühlten wir unsere Wildtierstation mit Klinikcharakter bestens aufgehoben, diese wunderschöne Landschaft mit ihrer besonderen Artenvielfalt und naturüblicher Geräuschkulisse erschien uns geradezu optimal für unsere Schützlinge. Mit unserer langjährigen Tätigkeit als einzige Wildtierstation dieser Art in Baden-Württemberg genossen wir großes Ansehen in der Region und unsere Bekanntheit wuchs weiterhin in Volkertshausen - und darüber hinaus. 

 

Der Vorfall in der Nacht des 27.07.2016 hat unsere Einrichtung zutiefst getroffen und dessen unterlassene Aufarbeitung seitens der Gemeinde und der Feuerwehr erschüttert unser Vertrauen bis heute.  Dieser Vorfall hat weitreichende Konsequenzen ausgelöst. So zum Beispiel möchte ich deutlich machen, das ich privat nach diesem tragischen Ereignis im letzen Jahr nicht mehr bereit bin, dem Landkreis Konstanz gratis eine solche Einrichtung weiterhin zur Verfügung zu stellen und im Alleingang zu unterhalten. Die Haltung der Gemeinde Volkertshausen, vertreten durch Herrn Bürgermeister Mutter bestärkt meinen Entschluß. Wir werden in Zukunft nur das leisten können, was finanziell möglich ist - so sind nun Land, Landkreis und Gemeinden und Sponsoren gefordert - mitzuwirken an der Zukunft und dem Bestehen dieser einzigartigen Einrichtung in unserer Region, die hier über viele Jahre hinweg eine wichtige Anlaufstelle für wildlebende Vögel und Tiere in Not in Baden Württemberg geworden ist.

 

Hier können Sie unsere Stellungnahme zu der Pressemitteilung des BGM Mutter bezüglich des geführten Gesprächs vom 25.01.2017 mit den Parteien Bürgermeister Mutter, Feuerwehr VH und unserem Verein lesen:

 

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen Zweiten!

(Konfuzius)

 

Mit dieser Veröffentlichung möchten wir die Sache endlich zum Abschluß bringen und die künftige Zeit und Energie wieder voll und ganz in unsere weitere Vereinsarbeit zum Schutze hilfsbedürftiger heimischer Wildtiere und den Aufgaben im Naturschutz münden lassen. Zum Download bitte anklicken.

 

Leserbrief erschienen im Südkurier am 6.2.2017

Dieses Bild ist eine Aufnahme vom Monte Veritas in Ascona - Berg der Wahrheit - oder ist es der Scherbenhaufen aus dem " zerbrochenen Krug" von Kleist?

 

 

Wir wünschen besinnliche und gesegnete Weihnachten und für 2017 viele gute Sterne!

Möge das Miteinander, die Achtsamkeit, Frieden und Liebe im Vordergrund stehen.

 

Ein arbeitsintensives Jahr liegt wieder hinter uns über 1.146 Tiere in Not wurden eingeliefert - an dieser Stelle ein großes Dankeschön an all Diejenigen, die uns unterstützen und beitragen, dass wir für heimische Vögel und Wildtiere in Not im Einsatz sein können.

 

In Not geraten sie durch unsere Zivilisation und unseren "Fortschritt". So tragen die Zersiedelung, Flächenüberbauung, der steigende Verkehr, die intensive Land- und Forstwirtschaft, Sanierung und Modernisierung von Bauten, Umweltgifte, wachsende Industrie und Produktion immer mehr dazu bei, daß unsere heimischen Wildtiere in ihrem Lebensraum und ihren Brutstätten ernsthaft bedroht und gefährdet sind. Wir werden täglich mit ihrem Scheitern und ihren Schicksalen  in unserer Station konfrontiert. Die steigenden Einlieferungsquoten von Tierpatienten machen die Notwendigkeit unserer Einrichtung deutlich.

 

Danke, dass Sie uns helfen zu helfen!

 

 

 

Aktuelles zur Vogelgrippe

 

Die Vogelgrippe ist nicht wie in den meisten Medien dargestellt von Zuggänsen eingeschleppt worden. Wenn sich die Fluggänse wirklich infiziert hätten, wären sie schon unterwegs reihenweise verendet. Der Virus kommt aus der Massentierhaltung und mit größter Wahrscheinlichkeit durch den grassierenden Schwarzhandel mit billigem Futter und Küken aus der Ukraine, Südkorea und China. Eigentlich dürften diese Küken und das Futter bei uns nicht eingesetzt werden. Es passiert aber dennoch und dadurch werden diese Krankheiten eingeschleppt. Verenden Küken auf dem Transport werden sie irgendwo in die Gegend geschmissen und die heimischen Tiere infizieren sich. Betroffen von dem aktuellen Virus sind nur Wasservögel und aasfressende Wildvögel wie Krähen - nicht die kleinen Gartenvögel. Diese bitte unbedingt weiter füttern. Sie finden kaum noch Nahrung und der Bestand geht alarmierend zurück. 58% weniger als letztes Jahr. Für den Mensch ist der Virus absolut harmlos. Um solche Ausbrüche von Seuchen zu vermeiden, sollte der Staat nicht mehr die Produktion von Fleisch, das aus Massentierhaltung kommt, subventionieren. Der Verbraucher sollte auf solches Fleisch, das ein Chemiecocktail ist, Todes- und Stresshormone beinhaltet verzichten. Er tut sich und seiner Umwelt nur Gutes. (Text: Beate Nash)

 

Lesen Sie Weiteres ganz in unserem Sinn beim NABU Baden Württemberg oder direkt auf der NABU Homepage.

 

„Vögel sind auch jetzt nicht unsere Feinde“

  die Vogelwelt braucht jetzt unsere Stimme mehr denn je!

Statement von Yvonne Bütehorn von Eschstruth,

Vorsitzende von BIO-TOP e.V. und Leiterin der Wildvogel-Pflegestation und Wildtierhilfe Hegau Bodensee

 

Bis vor kurzem war der Vogel Sinnbild der Schönheit der Natur, Symbol für Frühling und Sommer, Leichtigkeit und Freiheit. Und weil er auch zu uns Stadtmenschen kommt, eine Verbindung mit der Schönheit der Natur. Durch das Auftreten der Vogelgrippe auch in unserem Land ist aus ihm ein  Schreckgespenst geworden. Vogelhäuschen werden abgetragen, Menschen gemieden, die mit Vögeln zu tun haben – eine allgemeine Hysterie breitet sich aus und zeigt sich zur Zeit in vielen Handlungen im Umgang mit Tier und Mensch.

 

Dafür sind auch die Medien mitverantwortlich. Wahr ist, dass noch nie eine Infektion des Menschen - ausgelöst durch Wildvögel - nachgewiesen worden ist. Doch Zugvögelschwärme haben plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen, in unserer Zivilisation. Wir stehen wieder am Rand eines neuen Mythos: Der Vogelflug wird zum bösen Omen.

 

Doch die Realität hier für uns am Bodensee ist, dass gar keine Infektionskette ausgebrochen ist und sich kein Massensterben von Vögeln ereignet. Auch die Behörden sind vorbereitet. Doch seit die Pharma-Industrie ein Laborverfahren etabliert hat, mit dem bei toten und lebenden Tieren der Virus nachgewiesen werden kann, wird eine scheinbare Eskalation der Vorkommnisse als „Wahrheit“ verbreitet. Diese Informationspolitik ging damlas so weit, dass darüber spekuliert wurde, dass die Vogelgrippe in einer ausgedehnten Epidemie die Weltmärkte und die Börse treffen könnte – mit einer Ausnahme, und das sind die Pharmakonzerne. (SPIEGEL ONLINE, eine Citigroup-Analyse zitierend, Marc Pitzke, Korrespondent aus New York, 13. März 2006). Diese Szenarien gehen über eine Hysterie weit hinaus. Sie inszenieren Panik. Dies alles belastet das sowieso schon prekäre Verhältnis des Menschen zur Natur zutiefst und es ist genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen.

 

Eine Panik ist nicht nur eine schlechte Beraterin („Panik ist ein schlechter Berater“, Tierseuchen-Experte Lothar Wieler, Berlin, im Tagesschau-Chat der ARD, 15. März 2006), sie lenkt von der richtigen Einsicht ab. Diese liegt in der kritischen Betrachtung einer Massentierhaltung, die hochempfindlich gegenüber einer viralen Bedrohung ist und die die Würde des Tieres zutiefst verletzt. Die KZ-Haltung von Hühnern ist ein Natur schändender Ausdruck des Essverhaltens in unserer Zivilisation. Eine artgerechte Tierhaltung und eine gesündere Lebensweise des Menschen würde den zentralen Kern der Diskussion verschwinden lassen. Und damit würde es auch nicht zu den unethischen Massentötungen von „Nutztieren“ kommen. Massentierhaltung und diese Vorgehensweise des Massentötens zeigen den rein instrumentalen Charakter der Haltung gegenüber den Tieren. Das Tier als Sache und reiner Wirtschaftsfaktor offenbart in ihrer Skrupellosigkeit nicht nur seine ganze moralische Fragwürdigkeit, dieses Gebaren ist jetzt auch zu einer Gesundheitsbedrohung für die Menschheit selbst geworden.

 

Die Vogelgrippe bietet die Chance, über unser Verhalten als Konsumenten nachzudenken! Die Medien können auf ein Umdenken durch eine verantwortungsvolle Informationspolitik Einfluss nehmen. Aktuelle Daten der Fleischindustrie über eine weitere Zunahme des Konsums von Geflügel zeigen, dass dies noch nicht geschehen ist.

 

*Dieser Text wurde aufgesetzt in Konstanz am 16.03.2006 zu der damaligen atuellen Situation der "Vogelgrippe" und ist immer noch aktuell.*
 

Hier Müp Müp unsere Reiherente von 2006 vor 10 Jahren also

(Foto Martina Eggenberger)

Unser Verein hat in diesem Jahr 25 jähriges Jubiläum!

 

Mehr dazu unter unsere Arbeit Unterpunkt "Aktuelles"!

 

 

Bericht zu den Vorfällen des Jugendzeltlagers vom 27.07.2016
Das Kreisjungendfeuerwehrzeltlager wurde organisiert durch die Freiwillige Feuerwehr Volkertshausen. In der Nacht vom 27.07.2016 wurden wir überrascht von einer gröhlenden und lauten Nachtwanderung mit über 750 Jugendlichen und 150 Aufsichtspersonen, die direkt neben unserer Auffangstation auf einem schmalen Trampelpfad im Wald stattfand. Es kamen etliche Tiere dabei vor Panik ums Leben oder verletzten sich. Unsere Bitte an die Feuerwehr, die Wanderung umzuleiten wurde ignoriert. Auch im Wald hatten die tierischen Bewohner Panik. Die Tiere in der Station und im Wald waren noch Wochenlang nach der Wanderung verstummt.
BioTop-Feuerwehr-27072016.pdf
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Machen Sie mit bei der "Volkszählung der Mauersegler"

 

auf unserer Homepage unter "Projekte" mit dem Untertitel "Mauerseglerkartierung" können Sie uns ganz einfach eine Mail senden - wenn Sie Nistplätze der Mauersegler wissen.

Bitte Angabe des Ortes, Straße und Hausnummer und wieviel Gelege ungefähr. Für Rückfragen geben Sie auch bitte Ihre Kontaktdaten an. Sie unterstützen mit Ihren Angaben ein wichtiges Projekt zum Schutz der Mauersegler. Außerdem finden Sie unterunseserer  Rubrik Mauerseglerkartierung viel Wissenswertes zum Thema Mauersegler!

Vielen Dank!

 

 

Herzlichen Dank an die Grafikwerkstatt "Flossine" in Konstanz für den schönen Flyer!
Herzlichen Dank an die Grafikwerkstatt "Flossine" in Konstanz für den schönen Flyer!
Satzung (2014)
SATZUNG Bio-Top e.V..pdf
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Wir suchen dringend einsatzfreudige und engagierte Helfer für unsere Station!

 

Gerne natrurverbundene und rüstige Rentner - aber auch einsatzfreudige und tierliebe und naturverbundenee Menschen, die uns bei der täglichen Arbeit vor allem am Morgen zur Hand gehen und die Tierpatienten versorgen. Außerdem haben wir viele Igel, die täglich betreut und versorgt werden müssen.

 

Das heißt die Grundversorgung wie Futter und Wasser und Gehege reinigen und turnusmäßig neue Beastung und Bodenbelag wie Kies und Rindenmulch tauschen. Es fallen zudem Arbeiten in der Pflege der Aussenanlage an - sowie Einkäufe und Transportfahrten oder ein wenig Hilfe im Büro und Telefondienste.

 

Wir freuen uns auch über Bewerber im Bundesfreiwilligendienst

Unsere Empfehlung: Magazin 'Herzblut' - Bestellungen per eMail an beate@nash.org

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