Wir können nicht die Welt retten, aber die kleine Welt eines Vogels

Waldkauz Gorki
Waldkauz Gorki

Liebe Retter und Finder eines wildlebenden Tieres in Not.

In den Sommermonaten haben wir nonstop Patienten zu versorgen und aufzunehmen. Ein 22 Stunden Tag ist die Regel. Wir können daher nicht immer gleich das Telefon bedienen. Also Plan B: den Patienten erst einmal in einer weichgepolsterten Schachtel mit entsprechenden Luftlöchern unterbringen und unsere Notfalltipps lesen. Für Jungtiere gilt immer, wenn ausgekühlt, eine Wärmequelle ca. 38 Grad. Bitte versuchen Sie es dann weiterhin, uns telefonisch zu erreichen. Auf keinen Fall Anfragen per Mail oder Facebook zu Tierpatienten, denn hier ist der direkte und persönliche Weg zu uns angesagt. Bitte keine Selbstversuche - ohne fachlichen Rat aus einer Pflegestation. Oftmals sind Selbstversuche das Gegenteil von Hilfe und wir bekommen dann nur noch die Hospizfälle eingeliefert. Wildtiere in Not sind immer sehr speziell in der Unterbringung und Versorgung und sind nichts für Laien - auch wenn so manches Tier noch so niedlich sein mag.

Aktuelles zur Vogelgrippe

 

Die Vogelgrippe ist nicht wie in den meisten Medien dargestellt von Zuggänsen eingeschleppt worden. Wenn sich die Fluggänse wirklich infiziert hätten, wären sie schon unterwegs reihenweise verendet. Der Virus kommt aus der Massentierhaltung und mit größter Wahrscheinlichkeit durch den grassierenden Schwarzhandel mit billigem Futter und Küken aus der Ukraine, Südkorea und China. Eigentlich dürften diese Küken und das Futter bei uns nicht eingesetzt werden. Es passiert aber dennoch und dadurch werden diese Krankheiten eingeschleppt. Verenden Küken auf dem Transport werden sie irgendwo in die Gegend geschmissen und die heimischen Tiere infizieren sich. Betroffen von dem aktuellen Virus sind nur Wasservögel und aasfressende Wildvögel wie Krähen - nicht die kleinen Gartenvögel. Diese bitte unbedingt weiter füttern. Sie finden kaum noch Nahrung und der Bestand geht alarmierend zurück. 58% weniger als letztes Jahr. Für den Mensch ist der Virus absolut harmlos. Um solche Ausbrüche von Seuchen zu vermeiden, sollte der Staat nicht mehr die Produktion von Fleisch, das aus Massentierhaltung kommt, subventionieren. Der Verbraucher sollte auf solches Fleisch, das ein Chemiecocktail ist, Todes- und Stresshormone beinhaltet verzichten. Er tut sich und seiner Umwelt nur Gutes. (Text: Beate Nash)

 

Lesen Sie Weiteres ganz in unserem Sinn beim NABU Baden Württemberg oder direkt auf der NABU Homepage.

 

„Vögel sind auch jetzt nicht unsere Feinde“

  die Vogelwelt braucht jetzt unsere Stimme mehr denn jeh!

Statement von Yvonne Bütehorn von Eschstruth,

Vorsitzende von BIO-TOP e.V. und Leiterin der Wildvogel-Pflegestation und Wildtierhilfe Hegau Bodensee

 

Bis vor kurzem war der Vogel Sinnbild der Schönheit der Natur, Symbol für Frühling und Sommer, Leichtigkeit und Freiheit. Und weil er auch zu uns Stadtmenschen kommt, eine Verbindung mit der Schönheit der Natur. Durch das Auftreten der Vogelgrippe auch in unserem Land ist aus ihm ein  Schreckgespenst geworden. Vogelhäuschen werden abgetragen, Menschen gemieden, die mit Vögeln zu tun haben – eine allgemeine Hysterie breitet sich aus und zeigt sich zur Zeit in vielen Handlungen im Umgang mit Tier und Mensch.

 

Dafür sind auch die Medien mitverantwortlich. Wahr ist, dass noch nie eine Infektion des Menschen - ausgelöst durch Wildvögel - nachgewiesen worden ist. Doch Zugvögelschwärme haben plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen, in unserer Zivilisation. Wir stehen wieder am Rand eines neuen Mythos: Der Vogelflug wird zum bösen Omen.

 

Doch die Realität hier für uns am Bodensee ist, dass gar keine Infektionskette ausgebrochen ist und sich kein Massensterben von Vögeln ereignet. Auch die Behörden sind vorbereitet. Doch seit die Pharma-Industrie ein Laborverfahren etabliert hat, mit dem bei toten und lebenden Tieren der Virus nachgewiesen werden kann, wird eine scheinbare Eskalation der Vorkommnisse als „Wahrheit“ verbreitet. Diese Informationspolitik ging damlas so weit, dass darüber spekuliert wurde, dass die Vogelgrippe in einer ausgedehnten Epidemie die Weltmärkte und die Börse treffen könnte – mit einer Ausnahme, und das sind die Pharmakonzerne. (SPIEGEL ONLINE, eine Citigroup-Analyse zitierend, Marc Pitzke, Korrespondent aus New York, 13. März 2006). Diese Szenarien gehen über eine Hysterie weit hinaus. Sie inszenieren Panik. Dies alles belastet das sowieso schon prekäre Verhältnis des Menschen zur Natur zutiefst und es ist genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen.

 

Eine Panik ist nicht nur eine schlechte Beraterin („Panik ist ein schlechter Berater“, Tierseuchen-Experte Lothar Wieler, Berlin, im Tagesschau-Chat der ARD, 15. März 2006), sie lenkt von der richtigen Einsicht ab. Diese liegt in der kritischen Betrachtung einer Massentierhaltung, die hochempfindlich gegenüber einer viralen Bedrohung ist und die die Würde des Tieres zutiefst verletzt. Die KZ-Haltung von Hühnern ist ein Natur schändender Ausdruck des Essverhaltens in unserer Zivilisation. Eine artgerechte Tierhaltung und eine gesündere Lebensweise des Menschen würde den zentralen Kern der Diskussion verschwinden lassen. Und damit würde es auch nicht zu den unethischen Massentötungen von „Nutztieren“ kommen. Massentierhaltung und diese Vorgehensweise des Massentötens zeigen den rein instrumentalen Charakter der Haltung gegenüber den Tieren. Das Tier als Sache und reiner Wirtschaftsfaktor offenbart in ihrer Skrupellosigkeit nicht nur seine ganze moralische Fragwürdigkeit, dieses Gebaren ist jetzt auch zu einer Gesundheitsbedrohung für die Menschheit selbst geworden.

 

Die Vogelgrippe bietet die Chance, über unser Verhalten als Konsumenten nachzudenken! Die Medien können auf ein Umdenken durch eine verantwortungsvolle Informationspolitik Einfluss nehmen. Aktuelle Daten der Fleischindustrie über eine weitere Zunahme des Konsums von Geflügel zeigen, dass dies noch nicht geschehen ist.

 

Diesser Text wurde aufgesetzt in Konstanz am 16.03.2006 zu der damaligen atuellen Situation der "Vogegrippe" und ist immer noch aktuell.

 

   

 

 

Die Auffangstation ist seit dem 28.07.2016 bis auf Weiteres geschlossen, die Aufnahme von Tieren in Not ist nur noch bedingt möglich.

Informationen dazu erhalten Sie auf dieser Seite weiter unten

Unser Verein hat in diesem Jahr 25 jähriges Jubiläum!

 

Mehr dazu unter unsere Arbeit Unterpunkt "Aktuelles"!

 

 

 

Lieber Finder, lieber Retter, lieber Tier- und Naturschützer,

 

seit über 47 Jahren pflege ich Wildtiere und Wildvögel in Not. Der Aufbau der neuen Wildvogel- und Kleinsäugerstation Hegau Bodensee beschert uns zusätzlich augenblicklich viele Kosten und  Aufwand. Die Patientenzahlen sind steigend, denn inzwischen bedienen wir einen Radius von über 300 Km. Genau 1.154 heimische Tierpatienten wurden im vergangenen Jahr bei uns eingeliefert und von uns betreut. Die Zahl der Rat- und Hilfesuchenden steigt um das Dreifache und Einrichtungen wie unsere sind leider rar gesät. „Wildtiere und Wildvögel“ haben immer noch keine Lobby – vor allem, wenn sie in Not geraten. Und in Not geraten sie vorwiegend durch uns! Sie scheitern an den Folgen unseres „Wachstums“ und „Fortschritts“. Immer mehr geraten sie in Bedrängnis durch uns Menschen und durch unsere Zivilisation. So tragen die Zersiedelung, Überbauung, der steigende Verkehr, die intensive Land- und Forstwirtschaft, Sanierung und Modernisierung von Bauten, Umweltgifte, zu hohe Katzenpopulationen u.v.m. vermehrt dazu bei, dass die Wildtiere in ihrem Lebensraum und in ihren Brutstätten ernsthaft bedroht und gefährdet sind.

Unsere heimischen Wildtiere werden immer mehr zu "Flüchtlingen" - aber wo und wann setzt sich unser Verantwortungsgefühl endlich dafür ein?  Hier werden immer noch keine ausreichenden Maßnahmen betrieben, den Schaden so gering wie möglich zu halten oder abzuwenden. Täglich werden wir mit vielen Tierschicksalen dieser Art konfrontiert und freuen uns, wenn unsere Mühen und unser Einsatz sich am Ende doch gelohnt haben. Manchmal aber auch leisten wir für diese in Not geratenen Tiere einfach nur „Hospizarbeit“ – auch das macht Sinn. Aber wir müsen nicht nur für das Überleben der Tiere kämpfen, sondern auch um die fehlende Unterstützung.

 

Bitte helfen Sie uns helfen, indem Sie sich beispielsweise bei der Abgabe Ihres Findelkindes zumindest  in Form einer kleinen Patenschaft beteiligen. Viele wissen nicht, dass die Zuwendungen der öffentlichen Hand weniger als 4% unserer tatsächlichen Unkosten abdecken, den Rest müssen wir selbst finanzieren (Beispeil: 2000,- Euro vom Land - dagegen rund 50.000,- Euro Kosten für den Unterhalt der Pflegestation  ohne Ausbau). Für Wildtiere in Not gibt es keine offizielle Zuständigkeit - außer für "jagdbare Tiere". Immer noch heißt es einfach, wenn ein Wildtier in Not verletzt oder am verhungern ist:  "das ist eben Natur!" Wir finden dieses Argument keinesfalls mehr zeitgemäß! Jährlich sterben  über 500.000 Igel auf Deutschlands Straßen. Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse verlieren ihre Brutstätten und Quartiere durch Sanierungen und Abrißarbeiten. Eichhörnchenkobel mit Jungen werden durch Baumfällungen getötet und schwer verletzt. Die Zahl der Anflugopfer in der Vogelwelt gegen Scheiben, Autos und Strommasten steigt. Rehkizze, junge Feldhasen und Kaninchen, der Feldhamster und die Lerche und Kibize werden von den Walzen und Balkenmähern überfahren. Diese Litanei ließe sich noch um viele Punkte erweitern - aber wo ist das Natur?

Und immer noch wird diese Problematik in unserer Gesellschaft stiefkindlich behandelt. So sind Einrichtungen, die sich trozdem um wildlebende Tiere kümmern, sehr rahr gesät. Finder von Wildtierpatienten sind oft mit einer großen Herausforderung konfrontiert, Hilfe zu bekommen, und Diejenigen, die eine solche Station betreiben und aufrecht erhalten wollen, ebenso! Seit 15 Jahren stellen wir dem Landkreis gratis eine Wildtierstation zur Verfügung - die Mittel hierzu wurden von der Vorsitzenden finanziert und organisiert sowie der immerwährende Rund um die Uhr Betrieb.

 

Situativ - aufgrund der Ausbauarbeiten können wir derzeit Tierarten wie Rehwild, Füchse, Marder und Igel zwar Notversorgen und würden dann im Einzelfall in Zusammenarbeit mit den Findern oder Tierrettern versuchen, für den Tierpatienten eine andere qualifizierte Pfelgestelle/Einrichtung zu finden - solange übernehmen wir, sofern wir nicht "überfüllt" sind, die Erstversorgung.  Wir leisten für alle Findelkinder in jedem Fall eine  Notversorgung - also erste Hilfe und Beratung unentgeltlich - jedoch für die Aufnahme und längere Pflege müssen wir das leider situativ von unserem finanziellen Stand und den Unterbringungsmöglichkeiten abhängig machen. Das ist für für uns sicher nicht gerade einfach - aber wir haben bisher immer eine Lösung gefunden. Nochmals: Bitte helfen sie uns helfen - wir freuen wir uns über Ihre Spende und aktive Unterstützung!

 

Unser zeitliches Engagement betrug in 2015 genau 24.029 geleistete (vorwiegend ehrenamtlich) Arbeitsstunden - nach dem Motto:

 

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden“ (John Ruskin)

 

Aber das Geld für die Tierpatienten  und den Unterhalt der Station, sowie der weitere Ausbau der Station sollten gewährleistet sein - damit wir uns weiterhin für wildlebende heimische Tiere in Not einsetzen können.

 

 

Kleiner Tipp: Schauen Sie unter "unsere Tiere" doch mal in unser Fototagebuch! Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Freude!

 

Danke!

 

Hier beginnt der Bericht zu den Vorfällen des Jugendzeltlagers vom 27.07.2016 organsiert durch die Feuerwehr in unserem Ort Volkertshausen

 

Das 24 h  Notfalltelefon steht ab sofort leider nicht mehr zur Verfügung!

Wir sind ab dem 28.07.2016 zu den üblichen Zeiten wie Tierschutzheime zu erreichen.

 

Aufgrund der Vorkommnisse in der Nacht vom 27.07.2016 stellen wir bis auf Weiteres unsere überdurchschnittliche und langjährige ehrenamtliche Arbeit ein und nehmen Kurs auf einen Einsatz von maximal 40 Stunden pro Ehrenamtlicher die Woche. Von über 455 Stunden die Woche werden demnach nur noch bis zu 280 Stunden geleistet. Wir werden daher unseren Einsatz nicht mehr rund um die Uhr gratis zur Verfügung stellen können. Bedingt durch Geld- und Personalmangel müssen wir die Aufnahmekapazität drastisch runterfahren. Die über 350 Patienten, die sich derzeit noch in unserer Obhut befinden, werden wir bis zur Genesung und Entlassung selbstverständlich weiterhin ehrenamtlich versorgen. Diese Arbeit wird uns bis zum kommenden Sommeranfag 2017 bereits ehrenamtlich voll auslasten!

Es werden im Ausnahmefall nur noch Mauersegler in Not aufgenommen. Andere Tiere leider nur, sofern sich die Kosten im Unterhalt der Station, der Pflege der Tiere und vom Personal decken. Wir werden auf Patenschaften für Findelkinder angewiesen sein. Bisher wurden 96 % der anfallenden Kosten aus privaten Mitteln vom Vorsitz getragen und finanziert! Diese Unterstützung entfällt, denn es ist unter den gegebenen Umständen nicht einzusehen, dass ein Auftrag in der bisherigen Größenordnung von öffentlichem und gesellschaftlichem Interesse von einer Privatperson getragen und organisiert wird.

Der ehrenamtliche Einsatz von über 24.000 Arbeitsstunden im Jahr muß jetzt durch offizielle Gehaltsstellen, die öffentlich finanziert werden, gestützt und ersetzt werden.

Das bedeutet über 65 Stunden pro Tag an 7 Tagen die Woche und 365 Tagen im Jahr! Entspricht 10,5  Gehaltsstellen (die wir bislang ehrenamtlich gestellt haben).

Laut unserer Satzung ist der Betrieb der Auffangsation ein Neben-Projekt neben den Hauptaufgaben des Bio.Top e.V. - Schutz und Arbeitsgemeinschaft für wildlebende Tiere und deren Lebensraum.

Wir bitten um Verständis, dass nachdem Vorfall vom 27.07.2016 sich die Vorsitzende nach 47 Jahren Einsatz und weitere Erhenamtliche zurückziehen, so dass Jeder von uns Ehrenamtlichen auf maximal 40 Stunden die Woche kommt und keine Vorlagen und Gelder mehr privat zur Verfügung stellt.

Derzeit nutzt der Verein zu den angemieteten Räumlichkeiten auch viele Private - auch das wird zurückgeschraubt werden.

Unter dieser Prämisse können wir den bisherigen Level und Großeinsatz mit 24 Stunden-Service und Intensivversorgung mit Klinikcharackter nicht mehr aufrecht erhalten. Leidtragende sind sicher die Tiere in Not- aber da kann künftig die Gesellschaft und Öffentlichkeit selbst Verantwortung übernehmen und es steuern und nicht ein paar wenige Schultern.

Dieser Vorfall hat die Wertschätzung unserer Einrichtung deutlich gezeigt - in beiden Richtungen wohlgemerkt. 

 

Für uns zeichnet sich deutlich ab, dass im "Ländle" ein sehr großes Interesse und eine große Notwendigkeit unserer Einrichtung besteht. Daher werden wir bemüht sein, in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit und den Behörden, die Auffangstation in einigen Jahren wieder auf einen Stand zu bringen, dass wir die bisherigen Leistungen und Einsätze erbringen können, die bislang von einer Privatperson getragen und gefördert wurde.

 

Lesen sie im Verlauf- wie es dazu kam...

 

Wir und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sind immer noch geschockt und haben Kerzen aufgestellt für das, was geschehen ist. Danke für die große Anteilnahme und Unterstützung von überall her!

 

Wir trauern bislang um:

 

1 Wespenbussard, 1 Eisvogel, 1 Wendehals, 1 Silbermöwe, 2 Mehlschwalben, 1 Rauchschwalbe, 1 Grünspecht, 1 Bachstelze, 2 Wachholderdrosseln, 1 Kolmeise, 3 Rotschwänzchen, 3 Amseln, 1 Goldammer, 5 Haussperlinge, 1 Mönchs-grasmücke - alles Tiere, die bei uns aufgezogen und genesen auf ihre Freiheit vorbereitet wurden - also bereits in Reha im Außenbereich waren.

 

Verletzt: 1 Sackerfalke, 1 Kuckuck, 1 Schleiereule, 1 Sperber, 2 Fichten-keuzschnäbel, 1 Dompfaff, 1 Gartenrotschwanz, 1 Eichhörnchen, 1 Singdrossel,

 

Gefiederschäden: 14 Hausperlinge, 2 Kohlmeisen - bedeutet 1 Jahr weiterhin Gefangenschaft bis zur Mauser.

 

Artiekl in Südkurier vom 8.8.2016
Artiekl in Südkurier vom 8.8.2016

Dies ist ein Teil der neuen Volierenanlage im Außenbereich in der die Tiere in der Nacht vom 27.07.2016 durch die Ruhestörung von (lt. Presse) 750 Jugendlichen und 150 Begleitpersonen in der Nacht sehr geräuschvoll -  mit unzähligen Lichtkegeln durch deren bewegten Taschenlampen in Panik gerieten. Die Folgen waren bisher 24 Tote Tiere und etliche Verletzte, sowie eine große Anzahl, die sich das Gefieder kaputt machten und jetzt 1 Jahr bis zur Mauser bleiben müssen. Immer noch sind die Tiere alle unruhig! Das herrliche Gezwitscher nebenan im Wald ist auch verstummt - besonders vermissen wir die  Schwarzspechtfamilie und die Pirolfamilie, sowie viele mehr seither. 

Diese Anlage ist naturnah am Waldrand des Grafen Douglas eingebunden in eine Riedwiese, die Niemand ausser uns betritt. Sie dient dort zur Auswilderung unserer genesenen Patienten. Ebenso der vorgebaute Schopf, indem etliche Tiere ums Leben kamen und die Eichhörnchen im Dachgeschoß, die  seither nur noch Panik haben und sich kaum noch versorgen lassen. 

Dieser Schopf ist ausgebaut für die Tiere und beherbergt ebenfalls viele genesenen Tierpatienten. Dieser Schopf ist mit der Außenanlage (siehe voriges Bidl) verbunden - so dass die Tiere neben dem Aussenbereich in den Innenbereich können.

Hier die Auswirkungen einer Nachtwanderung des Zeltlagers in Volkertshausen Sommer 2016 -

organisiert durch die Feuerwehr mit lt. Presse über 750 Jugendlichen und 150 Betreuern

Nachdem Stimmen laut werden, warum nur 4 tote Tiere gezeigt wurden - kurz - Herr Ragg vom Südkurier hatte die Wahl getroffen, dass er nur die "Rote Liste" Tiere ablichten wollte. Zur Beweissicherung sind die Tiere aufbehwahrt und sebstverständlich abgelichtet -

hier auf dem Bild sind alle Verstorbenen (24) gemeinsam zu sehen.

Aber auch weniger unempfindliche Tiere haben mit diesem Tuumult und Lärm und den unzähligen Halogenlichtern nicht umgehen können.
eines der nächtlichen Opfer - ein seltener junger Wespenbussard, er sollt in wenigen Tagen umsiedeln in eine Greifvogelstation zur Auswilderung. Gerade die seltenen Wildtiere sind hochsensibel und empfindlich.

Die Wildvogelstation und Wildtierhilfe Hegau Bodensee ist aufgrund der Vorkommnisse in der vergangenen Nacht bis auf Weiteres geschlossen!

 

Vor wenigen Stunden ereignete sich für uns in unserer Auffangstation ein Bild des Grauens.

 

Laut Pressemitteilung sind derzeit viele viele Jugendliche  (ca. 750 plus 150 Betreuer) im Lager in Volkertshausen durch die hiesige Feuerwehr organisiert. Im Flyer, der vor Tagen in den Briefkästen lag - stand lediglich"Nachtwanderung durch das ganze Dorf"

 

Wir wurden heute in den Abendstunden überrascht von einer "Nachtwanderung" im Wald - die mit den vielen Jugendlichen stattfand. Gröhlend mit lauter Musik unzähligen Halogen-Taschenlampen und Strahlern, Gejohle und lauthalsem Gesang wurde mit all diesen vielen Jugendlichen 2 Meter enfernt von unseren Tiergehegen diese "Nachtwanderung" vollzogen.

 

Diese Nachtwanderung im Wald des Grafen Douglas war bei uns und den Anwohnern weder angekündigt - noch wurden Absperrungen und Beschilderungen und sonstige Vorkehrungen getroffen, die eine Nachtwanderung in einem so großem Ausmaß hätte erkenntlich gemacht. Lediglich mit Leuchtspray in Blau und Gelb waren Tage zuvor ein paar Pfeile auf der Straße und auf dem Waldboden zu sehen - wie für eine Schnitzeljagd. Hier in desem Wald residiert Freitags immer der Kindergarten am Vormittag, daher dachten wir die Markierung gehöre dazu.

 

Ein Besucher der Station, der noch spät Nachts ein verletztes Tier aus Salem brachte -  beschrieb, dass er von der Hauptstraße in eine Menschemasse einbog, die in der Dunkelheit zunächst fast nicht erkennbar war - da auch keine Verkehrshinweise standen. Im Schrittempo kam er zu uns nur durch und war entsetzt über den Krawall, der sich zu diesem Zeitpunkt bot.  Er wird als Zeuge einen ausführlichen Bericht verfassen, denn er ist zufällig beim Sicherheitsdienst tätig. Er bekam auch direkt mit, was die Verantwortlichen und wir kommunizierten.

 

Es stellt sich auch die Frage, warum ein ganz schmaler Trampelpfad (Breite 60 cm)  als Wanderweg, der in den Wald hineinführt, für diese Menschenmasse gewählt wurde. Bekannt ist auch den Einwohnern von Volkertshausen, dass Luftlinie von 200 Metern Rotten von Wildschweinen in der Senke im Wald hausen - kein Gebiet, dass für eine Nachtwanderung zu empfehlen ist. Da wir bislang eine 24 Stunden-Bereitschaft für Wildtiere in Not bedienen - wäre im Notfall nicht einmal die Tierrrettung zu uns druchgekommen - dass Alles ohne uns im Vorfeld zu informieren.


Hier in dieser Station haben wir bereits in diesem Jahr über 900 Tiere gepflegt.  Wir haben Klinikcharakter und sind die einzige Einrichtung dieser Art in Baden Württemberg. Wir beherbergen hier auch äußerst streng geschützte Tiere und sind verzweifelt, dass trotzdem unsere Einrichtung hier gut bekannt ist - diese Aktion ohne Absprache einfach durchgezogen wurde. Das Alles, wie sich jetzt zeigt, auf Kosten etlicher Tierpatienten, die sich in den Gehegen (von uns gesund gepflegt) jetzt in dieser Nacht schwer verletzt haben und sogar tödlich verunglückt sind.

 

Eine blonde junge Dame von der Feuerwehrtruppe war nach den ersten Infos durch uns sofort auf Hochtouren und engagierte sich sehr - konnte aber kaum bei der "Massenbewegung" etwas erreichen - Wir wollten die Verantwortlichen umgehend sprechen - das Eintreffen dauerte noch recht lange und die Aktion wurde auch von den Verantwortlichen bei Ankunft trotz unserer eindringlichen Bitten und Schilderung der Geschehnisse nicht abgebrochen und umgeleitet! Eindeutig gab der Verantwortiliche zu verstehen, dass das Vergnügen von über 700 Kindern abzuwägen sei und vor unseren Tieren käme. Selbst als wir über die bereits verstorbenen Tiere berichteten und ich persönlich sagte: "hier kommt Keiner mehr durch - nur über meine Leiche" - wurde vom Komandanten Herrn Sapper entgegnet " dann haben wir ja noch eine Leiche mehr !" Es wurde also nichts unternommen - außer dass versucht wurde, das Gegröhle einzudämmen - weiter leuchteten hunderte Halogenlampen in die Volieren und die Tiere hatten weiter Panik. Unter anderem kamen Wendehals, Eisvogel, Wespenbussard; Schleiereule, Schwalben, Drossel, Sperber, Sackerfalke und viele mehr zu Schaden - Wir sind geschockt und können vor allem nicht verstehen, dass Nachts Jugendlichen beigebracht wird inmitten der Natur mit grellen Lichtern und lauthals mit lauter Punkmusik und Gegröhle mal 900 druchzurasen. Die Wegstrecke wurde hin und zurück passsiert. Obwohl nach unseren Bitten die Leute hätten ohne Aufwand über die Hauptstraße im Ort umgeleitet werden können. Wir liefen in den Wald hinein, um die noch vielen kommenden Jugendlichen abzufangen. Verzweifelt versuchten wir bis zurm Ende der Wanderung jedem Einzelnen zuzurufen - Lampe runter - Lampe Runter - Ruhe Ruhe - Lampe runter Ruhe - Für die Polizei rufen war es zu spät. Die  Polizei hätte auch hier nichts mehr retten können - bis sie vor Ort  gewesen wäre, war das Schlimmste bereits geschehen - wir konnten nur noch jetzt durch unser Zurufen den Schaden begrenzen.

 

Das Ausmaß dieser Wanderung werden wir erst morgen Früh einschätzen können - denn all die Patienten stehen unter Schock und wir können jetzt in der Dunkelheit die Gehege nicht mehr betreten, da die Tiere nur noch ausrasten bei dem kleinsten Geräusch und der Schaden dadurch noch größer würde. Wochenlange Arbeit und Pflege in einer Stunde Zunichte! Artengeschützte Tiere, die uns anvertraut wurden und mit großer Hingabe von uns versorgt wurden. Bislang war hier ein friedlicher und naturnaher Platz.

Hinzu kommt noch, dass der angrenzende Wald zur Auswilderung unserer Tiere dient und die vor wenigen Tagen  ausgewilderten Tiere jetzt auch in Panik versetzt wurden.

Ausserdem sei angemerkt, dass in diesem Wald sehr streng geschützte Arten wie Schwarzspecht, Kleinspecht, Pirol und viele mehr derzeit ihre Aufzucht von Jungen haben. Wir waren immer stolz darauf, dass wir hier eine unglaubliche Vielfalt an seltenen Arten beobachten konnten. 

Es ist gegen eine friedliche Nachtwanderung im Wald und in der Natur sicher nichts einzuwenden - aber eine Nachtwanderung nach dem Motto: " hier kommen wir und hauptsache LAUT!  und hauptsache SPAß! Einen solchen faschingsartigen und derart grellen und tumulthaften Einbruch der sich vor unserem Grundstück staute (da der Weg Hin- und Rückweg war) - das können wir nicht nachvollziehen, das so ein Verhalten im Jugendlager praktiziert und organisiert wird - wo sind da die Verantwortlichen mit Vorbildfunktion? Wie konnten die Verantwortlichen, die unsere Einrichtung kennen (!),-  die Existenz unserer Auffangstaiton bei der angeblich "sorgfältigen" Planung des Lagers einfach ignorieren? Im Vorfeld hätte den Organisatoren klar sein dürfen, dass bei einer "Nachtwanderung" im Wald mit bis zu 900 Personen keine Naturverbundenheit umzusetzen ist. Der Bürgermeister, bzw. seine Frau wurde  in den Abendstunden bereits von uns informiert.

Wir bitten um Veröffentlichung und Unterstützung!

Hier ist der schmale Trampelpfad  (60 cm breit), der direkt neben unserem Grundstück vorbei in den Wald des Grafen Douglas führt.

 

Auf diesem Pfad haben sich die Menschenmassen der Nachtwanderung des Zeltlagers am 27.07.2016 bewegt. (750 Jugendliche und 150 Betreuer)

 

In der danebenliegenden Senke ca. 200 Meter Luftlinie halten sich regelmäßig in der Nacht die Wildschweine und führenden Bachen auf - sie kommen bis auf unser Grundstück

 

Warum wurde gerade dieser Weg gewählt? Und wie wurde er vorher für diese Große Anzahl von Jugendlichen nach den bestehenden Sicherheitsvorschriften als tauglich und sicher geachtet?

Scheinbar wurde von Allen bei der Wanderung das große Holzschild der Auffangstation übersehen?

 

Zu den Anmerkungen der Verantwortlichen, die angeblich nicht wußten, dass sich neben dem Trampelpfad die baulich genehmigten Volieren und Gehege befänden:

 

Wir haben heute am 31.07.2016 unter dem Haselnusstrauch diesen Pfeil, der von den Akteuren der hiesigen Feuerwehr an unseren Zaun angebracht wurde, entdeckt. Direkt 2 Meter daneben stehen Tiergehege und man sieht die Tiere von dem Standpunkt aus in den Gehegen fliegen, wenn man unter dem Haselstrauch steht. Schon fragwürdig,  dass das beim Anbringen übersehen werden konnte, zuaml man direkt daneben stand??? Desweitern fanden wir heute  sogar etliche Kabelbinder von den Akteuren an den Haselzweigen befestigt, um Äste hochzubinden und umzuleiten. Dazu mußte man dirket in das Gebüsch 1,5 Meter neben den Gehegen! Mit dieser Aktion hat man die 3 Meter langen begrünten herunterhängen-

den Ästen, die dem Sichtschutz der Gehege dienlich waren,  einfach hochgebunden - somit waren die Gehege noch weniger geschützt !!!

 

Seit wir hier plaziert sind, kamen niemals mehr als 10 Leute tagsüber auf diesen Pfad entlang - meistens nur  Gäste des Samariterwerkes.

 

Ansonsten ist das ein kleiner Pfad, den eigentlich nur Anwohner zum Spaziergang nutzen.

Hier eines der grausamsten Verletzungen - die die Panik der Tiere durch die Nachtwanderung bewirkte.

Diese junge Silbermöwe hat gestern noch in der Rehavoliere gesessen und wir waren guter Dinge. Nach dem nächtlichen Tumult aber fanden wir Jolanda so in ihrer Voliere. Welche Qualen und Ängste muß sie gehabt haben, dass sie sich das Gefieder und die komplette Haut abgeschrabbt hat bis auf den blanken Knochen? 

 

Sie wurde gefunden vor ca 10 Tagen in Konstanz und wurde dort von einem Tierarzt behandelt. Die Finder brachten dann das Tier zu uns in die weitere Pflege. Das in einer Vogelstation die Tiere zu Schaden kommen - nur weil man solche Veranstaltungen ohne Rücksicht auf der Ebene "only for Fun" durchzieht - wir und unsere ehrenamtlichen Helfer sind darüber Fassungslos. Danke für die enorm große Anteilnahme Aller im Facebook und überall!

 

The Day After - immer noch können wir unsere Tiere fast nicht versorgen, die hier zu uns in der Zeit der Aufzucht und Vorbereitung auf ihr Leben in Freiheit nach Genesung zu ihren Bezugspersonen Vertrauen hatten. Sie toben in den Volieren und allein das austauschen von Futter und Wasser ist fast nicht mehr möglich. Die ausgewilderten Tiere, die immer wieder an die bereitgestellten Futterstellen kommen - keines hat sich heute blicken lassen - bis auf ein Eichhörnchen, dass schon ein Jahr wieder in Freiheit ist, es ist in unser Haus geflohen.

 

Ich persönlich hätte es eher begrüßt, wenn der Veranstalter, sprich die Feuerwehr, aus dem deutlichen Wissen, dass es unserer Einrichtung mit integrierter Naturschule gibt - uns mit eingebunden hätte. Man hätte uns mit einem interessanten Thema/Vortrag in das  "Lager in Volkertshausen" als Naturschützer einladen können und sicher hätten wir bei der Veranstaltung etwas Besonderes und Nachhaltiges in Sachen Natur zu bieten gehabt. Ganz ehrlich,  was hat den über 750 Jugendlichen und 150 Betreuern das lärmend durch den Trampelpfad laufen am Waldrand  in der dunklen Nacht überhaupt gebracht?

Lösungsvorschlag zur  Begrenzung des entstandenen Schadens wäre zum Beispiel:

 

Vorausgesetzt das Einverständnis des Waldinhabers Graf C. Douglas!

Die Jugendfeuerwehr baut 51 Nistkästen für Hölenbrüter, Fledermäuse, Siebenschläfer etc. nach unserer Bauanleitung - symbolisch für jedes Unfallopfer einen Nistkasten. Diese werden dann gemeinsam mit uns angebracht und plaziert in dem Wald, den diese Nachtwanderung betraf.

 

Jährlich im Herbst werden diese dann von auserwählten Kindern der Feuerwehr  gepflegt und gereinigt.

 

 

Desweiteren hilft die Feuerwehrjugend mit bei der Aufstellung des Bauwagens, den die Stadt Singen gesponsert hat und baut diesen mit uns für die geplante "Naturschule" aus.

Machen Sie mit bei der "Volkszählung der Mauersegler"

 

auf unserer Homepage unter "Projekte" mit dem Untertitel "Mauersegelerkartierung" können Sie uns ganz einfach eine Mail senden - wenn Sie Nistplätze der Mauersegler wissen.

Bitte Angabe des Ortes, Straße und Hausnummer und wieviel Gelege ungefähr. Für Rückfragen geben Sie auch bitte Ihre Kontaktdaten an. Sie unterstützen mit Ihren Angaben ein wichtiges Projekt zum Schutz der Mauersegler. Außerdem finden Sie unterunseserer  Rubrik Mauerseglerkartierung viel Wissenswertes zum Thema Mauersegler!

Vielen Dank!

 

 

Herzlichen Dank an die Grafikwerkstatt "Flossine" in Konstanz für den schönen Flyer!
Herzlichen Dank an die Grafikwerkstatt "Flossine" in Konstanz für den schönen Flyer!
Satzung (2014)
SATZUNG Bio-Top e.V..pdf
Adobe Acrobat Dokument 147.5 KB

Wir suchen dringend Helfer ab 2016 für unsere Station!

 

Gerne natrurverbundene und rüstige Rentner - aber auch einsatzfreudige und tierleibe Menschen, die uns bei der täglichen Arbeit vor allem am Morgen zur Hand gehen und die Tierpatienten versorgen. Außerdem haben wir viele Igel, die täglich betreut und versorgt werden müssen.

 

Das heißt die Grundversorgung wie Futter und Wasser und Gehege reinigen und turnusmäßig neue Beastung und Bodenbelag wie Kies und Rindenmulch tauschen. Es fallen zudem Arbeiten in der Pflege der Aussenanlage an - sowie Einkäufe und Transportfahrten.

 

Wir freuen uns auch über Bewerber im Bundesfreiwilligendienst

Unsere Empfehlung: Magazin 'Herzblut' - Bestellungen per eMail an beate@nash.org

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